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Getränke-Abpackanlagen: Industrie-Roboter bestimmen den Takt

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Steigende Produktionsstückzahlen lassen sich nur noch mit effizienten Palettier-Konzepten realisieren. (Siemens press picture)

Von Birgit Meyer

Die Produktionsleistungen der industriellen Fertigungslinien steigen weiter. Immer häufiger ist dadurch ein manuelles Abstapeln bei höheren Produktionsgeschwindigkeiten nicht mehr möglich. Palettier-Roboter sind dann am besten geeignet.

Palettier-Systeme entscheiden über die Produktionsgeschwindigkeit von Abfüll- und Verpackungslinien. Die Maschinen- und Anlagenbauer arbeiten an immer leistungsfähigeren Systemen für die Getränkeindustrie. Wasser, Softdrinks, Bier und Milch werden täglich in den Regalen der Geschäfte aufgefüllt. Weltweit wächst die Nachfrage nach diesen Getränken in Flaschen, Dosen oder Multimaterial-Verpackungen. Hersteller müssen ständig mehr produzieren – die Qualität darf dabei nicht nachlassen.

Mehr produzieren bedeutet aber auch, dass nicht nur die Maschinen sondern auch die Arbeiter an den Anlagen mehr leisten müssen. Bei schnellerer Fertigung sind entsprechend mehr Produkte am Ende der Anlage auf Paletten abzustapeln. Die Arbeiter können diese großen Mengen in so kurzer Zeit gar nicht mehr schaffen. auch die Arbeiter an den Anlagen mehr leisten müssen.

Dazu kommt, dass die Maschine die Flaschen, Dosen oder andere Getränkeverpackungen zu so genannten Gebinden zusammenfasst. Kleinere Einheiten wie z. B. „Six-Packs“ sind dabei noch gut handhabbar. Größere Trays oder Getränkekästen sind jedoch zu schwer für den Arbeiter. Es ist für ihn nicht möglich, diese Gewichte den ganzen Tag auf Paletten abzustapeln.  

Wenn die Produktionsleistung sieben Packstücke pro Minute überschreitet ist es Zeit einen Roboter einzusetzen, denn sie bestimmen durch schnelles Abstapeln den Takt der Fertigung. Die Anschaffungskosten liegen bei ungefähr 250.000,00 Euro.

Automatische Palettierer sind schnell, sicher und sauber

Durch die Roboter ist es für die Getränkeabfüller auch einfacher, den besonderen Hygieneanforderungen und Normen der Lebensmittelindustrie zu entsprechen. Menschen dürfen im Produktionsprozess in den meisten Fällen nicht mehr mit den Produkten in Berührung kommen. Damit werden Verunreinigungen von vorn herein vermieden. Können die Getränkeabfüller diese besondere Sauberkeit nicht nachweisen, dürfen sie an die meisten Handelsketten auch nicht mehr liefern.

Als Palettier-Roboter kommen drei- oder vierachsige Industrie-Roboter zum Einsatz. Die Maschinen handhaben verschiedenste Verpackungskonfigurationen aus Dosen oder Flaschen, in mehreren Lagen und unterschiedlichsten Einheiten. Sie sortieren die Packstücke nach vorgegebenen Mustern und stapeln diese auf einer Palette oder anderen Ladungsträgern ab.

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Industrie-Roboter müssen vorsichtig greifen können, um das Verpackungsgut nicht zu beschädigen. (Image courtesy of FKI Logistex, USA)

Durch intelligente Greifsysteme können die Roboter die Produkte optimal zusammenstellen und abstapeln. Wichtig ist, dass sie die Flaschen und Dosen besonders schnell und trotzdem noch sensibler greifen und absetzen können.

Aus Umweltschutz- und Kostengründen werden immer leichtere und dünnere Verpackungsmaterialien (PET, Glas) eingesetzt. Greift der Palettierer diese Verpackungen nicht ordnungsgemäß, beschädigt er das Produkt.

Energie mit modernen Antrieben zurück gewinnen

Energieeffizienz ist heute ebenso wichtig wie hohe Stückzahlen. Deshalb sind moderne Anlagen mit so genannter intelligenter Servoantriebstechnik ausgestattet. Die Antriebe können einen Teil der eingesetzten Energie zurück gewinnen. Denn Servomotoren mit entsprechender Antriebstechnik erzeugen selbst Elektrizität. Wird z. B. eine schwere Palette abgesenkt, entsteht durch die Gravitation Energie. Der Motor bremst die Last ab, wird dadurch zum Generator und wandelt die entstandene Energie wieder in elektrischen Strom um.

Die so gewonnene Energie kann direkt in der Anlage an anderer Stelle genutzt oder auch ins Stromversorgungsnetz zurückgeführt werden. Ein enormer Vorteil, denn herkömmliche Systeme geben diese Energie als Wärme ab und benötigen noch zusätzlich Energie für die Kühlung der Motoren. Das ist ein klarer Wegweiser für die Zukunft: Auch die Getränkeindustrie braucht Lösungen, die immer höhere Stückzahlen bei sinkendem Energieeinsatz möglich machen.

 

Informationen zu Palettier-Systemen:

Delta Engineering bvba www.delta-engineering.be

KHS AG www.khs.com

Krones AG www.krones.com

Kuka Roboter GmbH www.kuka.de

Portal für Palettierroboter www.palettierroboter.com

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